Französisch ist die 2. Fremdsprache an der Realschule. In Klasse 6 haben alle Schülerinnen und Schüler ein Jahr lang Französisch, um die Sprache kennen zu lernen. Danach können sich die Kinder ab Klasse 7 entscheiden, ob sie weiter die Fremdsprache haben möchten oder ein neues Fach wählen wollen.

 

Französisch ist ein Fach der „Fächergruppe 1“, umgangssprachlich ein „Hauptfach“. In diesem Fach werden Klassenarbeiten geschrieben, i.R. 3 in einem Halbjahr. Eine Klassenarbeit kann aber auch durch eine mündliche Prüfung ersetzt werden. Schließlich ist „Sprechen können" eine ganz wichtige Kompetenz in einer Sprache. In so einer mündlichen Prüfung sollen zwei Schüler/Schülerinnen ihrer Lehrerin zeigen, dass sie sich in Französisch ausdrücken können. Jeder/Jede spricht allein in einen kleinen Teil, z.B. stellt er/sie sich selbst in Französisch vor. Dann müssen die beiden einen Dialog in Französisch vorführen, z.B. „in einer französichen Bäckerei Getränke und Essen einkaufen“ oder „in einer französischen Boutique ein Kleidungsstück kaufen“. Ein Schüler/eine Schülerin spielt den Kunden/die Kundin. Der oder die andere spielt gemäß einer Rollenkarte den Verkäufer/die Verkäuferin. Selbstverständlich werden solche Dialoge eifrig vorher geübt. An der Ricarda-Huch-Realschule ist die 1. kleine Prüfung in Klasse 6 so eine "mündliche Prüfung". In den anderen Jahrgängen werden wir ebenfalls versuchen so eine Prüfung einzuführen.

 

Weitere Kompetenzen, die in Französisch eingeübt werden sind "Hören", "Lesen" und "Schreiben".

Beim Hören üben wir, französische Sprecher und Informationen zu verstehen. Mit dem modernen Französischbuch kann man sogar kurze Filme einspielen. Außerdem werden viele Raps und Gedichte vorgestellt und gelernt. So kann man viel besser neue Vokabeln und Grammatikthemen behalten.

Beim Lesen üben wir französische Dialoge und Texte zu verstehen. Dabei wird heute auch trainiert, Signale, die man schon aus anderen Sprachen kennt, zu identifizieren und ins Deutsche zu übertragen. Der Fachbegriff dafür ist "Sprachmittlung". Wir üben also, in einem authentischen Text, wichtige Informationen zu verstehen und ins Deutsche zu übertragen, z.B. eine Einladungskarte zum Geburtstag zu verstehen.

Unter der Kompetenz "Schreiben" kann sich jeder etwas vorstellen: das reicht von der Kontrolle von Grammatikformen zum Formulieren kleiner Texte. Je höher wir in der Klasse sind, desto anspruchsvoller werden die Aufgaben. Die Textproduktion geht von kleinen Schreibaufgaben zum Formulieren längerer Texte, z.B. dem Erzählen über die Klassenfahrt in einer Mail an eine imaginäre französische Freundin.

 

Die letzte wichtige Säule des Französischunterrichts ist: die andere Kultur kennen lernen und mit eigenen bekannten vergleichen. Dazu erhalten wir viele Informationen im Französischbuch, z.B. welche Speisen und Rezepte in Frankreich populär sind. Und hier geht es auch in die Praxis: die Französischkurse sind fast alle einmal in der Küche tätig und probieren französische Rezepte aus.

Der letzte Punkt zeigt deutlich, was die Grundvoraussetzung für die Wahl des Faches Französisch sein sollte: der Spaß an der Auseinandersetzung mit allen Aspekten der Sprache. Dazu gehören Engagement und Arbeitseinsatz, denn ohne selbstständiges Üben werden keine Vokabeln oder Sätze behalten. Es gehört die Bereitschaft dazu, mit anderen zu üben und zu lernen, denn man ist mit Kindern aus dem ganzen Jahrgang in einem Kurs. Schließlich werden im Französischkurs auch Plakate oder Portfolio-Mappen erstellt. Dazu muss man nicht unbedingt ein Zeichenkünstler sein, aber durchaus bereit sein, ein wenig über sich selbst hinaus zu wachsen. Wer dazu bereit ist, kann gute Erfoge in Französisch erzielen.

 

Alors, bon courage pour le français!